Der folgende Artikel ist am 11.06.2009 in der Rheinischen Post erschienen. Das Original ist leider nicht online verfügbar. Es handelt sich hier um eine Abschrift!


Manege frei für die
Pepperoni-Stars

VON HEIKE KRINGS


HÜCKELHOVEN Zwei Mädchen mit abstehenden Haarzöpfchen baumeln am Trapez und vollführen gewagte Drehungen; viele bunte Reifen kreisen in Windeseile beim Hula Hoop, lustige Clownereien wieseln umher, Seilakro-baten begeistern. Kurzum: Die Schülerinnen und Schüler vom Zirkus Pepperoni des Gymnasiums feierten Premiere ihrer neuen Show und boten den vielen Zuschauern in der Aula einen unterhaltsamen und interes-santen Abend. Lisa macht ihr Hobby zum Beruf Wie sollte es auch anders sein. Immerhin hat die Zirkus-AG, die bereits seit 1999 ein fester Bestandteil des Ganztagsangebotes ist, schon einige Erfahrungen gesammelt und Talente zutage gefördert. Die 19-jährige Lisa Chudalla ist dafür ein gutes Beispiel. Bereits seit der sechsten Klasse macht sie mit und hat Feuer gefangen für die Manege. Begonnen hat sie mit Einraddar-bietungen, später balancierte sie über hohe Drahtseile, seit einigen Jahren ist sie nun mit ihrer Akrobatik am Vertikal-seil das Aushängeschild der AG. Leider ist für die Abiturientin jetzt die Zeit bei den Pepperonis abgelaufen. "Ich bewerbe mich an Hochschulen für Artistik, weil ich genau dort meine berufliche Zukunft sehe", sagte sie selbstbewusst. Ihren allerersten künst-lerischen Auftritt hatte diesmal die elfjährige Pia-Tina Glitza: "Das Proben macht unglaublich viel Spaß. Es gefällt mir, Leute mit meinen Leistungen zu

    


beeindrucken", sagte sie stolz. Insgesamt 40 Schüler aller Jahrgangsstufen sind beteiligt. Dass die engagierte Sport- und Englischlehrerin Bianca Schiff das Zirkusprojekt mit Herz und Verstand leitet, ist ihr und der ganzen Truppe anzu-sehen. "Leider muss ich mich nun von einigen Schülern verabschieden, die unserer AG über viele Jahre bereichert haben", sagte sie traurig. Doch habe man keine Probleme mit dem Nachwuchs, da immer mehr Schüler an der Zirkus AG teilnehmen wollen, als es möglich ist. Und damit sei auch das Spektrum sehr groß, das geboten wird. Ob meisterhafter Umgang mit dem Diabolo oder Slapstick, "jeder, der etwas kann, darf sich hier entfalten", sagte Bianca Schiff. Dieses Motto nahmen die beiden Abiturienten Jonas Wender und Pascal Ziemen zum Anlass, bei ihrem letzten Auftritt noch mal so richtig die Lachmuskulatur der Zuschauer zu strapazieren. Für die Parodie zum bekannten Lied "Time of my life" ernteten sie Riesenapplaus. Und Schuldi-rektor Walter Woltery sagte stolz: "Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele ver-steckte Talente an dieser Schule schlummern."